Stationen des Erfolgs

Vor 90 Jahren eröffnete am Hamburger Mittelweg die erste Station, inzwischen gibt es rund 550 Europcar Standorte in ganz Deutschland. Von Anfang an galt, was auch heute noch Bestand hat: Europcar Kunden können an jeder Station besten Service erwarten – ob auf der Nordseeinsel Sylt oder in Lindau am Bodensee.

Die Mitarbeiterzeitschrift von interRent Europcar hieß „Direct Information“: Der Titel der ersten Ausgabe im Jahr 1990 feierte natürlich die neue Station in Ostberlin

Es war einer der emotionalsten Momente in der 90-jährigen Europcar Geschichte: Am 5. März 1990, nur vier Monate nach dem Fall der Mauer, eröffnete interRent Europcar seine erste voll ausgestattete Station in Ostdeutschland – und war damit der erste westliche Autovermieter in der DDR nach der Wende! Es war der Beginn eines blitzschnellen Ausbaus des Stationsnetzes im Osten – schließlich wollte interRent Europcar auch im „anderen Deutschland“ die Marktführerschaft behaupten.  Es war eine turbulente Zeit, in der so schnell so viel passierte, dass wir Ihnen davon ausführlicher erzählen wollen: Die Story "Im Osten viel Neues" lesen Sie hier.


Die Europcar Station am Berliner Alexanderplatz gibt es noch heute, die am Mittelweg in Hamburg leider nicht mehr. Hier nahm die Geschichte von Europas größtem Autovermieter ihren Anfang. 1927, mit der Eröffnung der ersten Filiale, die gleichzeitig auch unsere Zentrale war. Damals hieß Europcar Deutschland noch Motor-Verkehrs-Union, ein Name, der schon ein Jahr später obsolet war. Nach einem Verkauf wurde die Gesellschaft zunächst in Selbstfahrer Gesellschaft, wenig später in Selbstfahrer Union umbenannt. Schnell wurden Filialen in den Metropolen Deutschlands eröffnet, darunter in Düsseldorf, Berlin, Frankfurt, Leipzig und München. Schon 1931 konnte die Selbstfahrer Union damit werben, die „einzige Organisation über Deutschland für Vermietung von Automobilen ohne u. mit Fahrer“ zu sein.

Lange Zeit waren US-Touristen die wichtigsten Kunden

Die ersten Kunden, auf welche die Europcar Vorgänger setzten, waren übrigens wohlhabende Touristen, vor allem aus den USA, aber auch aus England, denen es zu aufwendig war, die eigenen Wagen mit nach Europa zu bringen. Deshalb war es zwingend, dass die ersten Stationen in Hamburg eröffneten. Hier kamen die Besucher mit dem Schiff an und bekamen ihren Wagen direkt an den Kai geliefert oder an einen anderen Ort ihrer Wahl, die Stationen, die damals noch Betriebe hießen, bekamen sie nie zu Gesicht. Nach dem Zweiten Weltkrieg zählten US-Touristen, aber immer häufiger auch Geschäftsleute, wieder zu den wichtigsten Kunden: Für den billigsten Wagen, den „Volkswagen Standard“, bezahlten die Amerikaner im Jahr 1950 20 Reichsmark am Tag, plus fünf Mark für die Versicherung. Und schon damals galt das Europcar Versprechen: „every car delivered to you will be a recent factory model and meticulously groomed“ – jeder Wagen, den wir Ihnen liefern, ist ein aktuelles Modell und wurde sorgfältig gewartet.

Ehemalige Augsburger Station der Selbstfahrer Union: Bis 1970 wuchs das Netz auf fast 400 Stationen an

Aber zurück in die Anfangstage der Selbstfahrer Union: Die Geschäfte liefen lange nicht so gut wie erwartet – und wie die Gesellschafter sich das gewünscht hätten. Trotz der schweren Zeiten, es herrschte Weltwirtschaftskrise, verloren die Anteilseigner nie ihren Glauben. In einem Schreiben der Geschäftsführung von Anfang 1933 heißt es: „Das Überzeugende und Geniale an der Idee zwingt einen wider Willen, die Sache nicht einfach unter den Tisch fallen zu lassen.“ 


Der Erfolg gab den Optimisten recht, das Stationsnetz wuchs stetig an, bereits Ende 1933 betrieb die Selbstfahrer Union 15 Stationen mit 48 Wagen, fünf Jahre später waren es 20 Stationen und mehr als 700 Fahrzeuge. Die Erfolgsgeschichte endete mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs, Station nach Station musste schließen, bis das Geschäft 1941 vorerst beendet war.

Mit dem Wirtschaftswunder florierte auch das Mietwagengeschäft wieder

Der Neuanfang nach Kriegsende verlangte großen Einsatz und eine gute Portion Einfallsreichtum von den Mitarbeitern. Erst 1957 würde die Flotte der Selbstfahrer Union wieder die Stärke von 1938 haben. Die 700 Fahrzeuge legten 1957 übrigens 25 Millionen Kilometer zurück, das entspricht mehr als 600-mal dem Erdumfang. Von nun an ging es, auch durch das Wirtschaftswunder getrieben, rasant voran: 1959 betrieb die Selbstfahrer Union bereits 59 Stationen in Deutschland, darunter auch die erste Station am Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel.

1970, im Jahr als VW die Selbstfahrer Union kaufte, waren es fast 400 Stationen, die Anzahl der Fahrzeuge belief sich auf etwa 6.000. Ein fast flächendeckendes Netz, das in den kommenden Jahrzehnten nur noch leicht vergrößert und optimiert wurde, dafür aber wuchs die Flotte enorm: Über 40.000 Fahrzeuge bewegt Europcar heute, mehr als 250 Modelle finden sich im Angebot an 550 Standorten von Aachen bis Zwickau, von Sylt im hohen Norden bis nach Lindau am Bodensee im tiefsten Süden von Deutschland. 13 Stationen haben rund um die Uhr geöffnet, weitere 29 schließen erst um Mitternacht. Denn auf eines hat man bei Europcar immer schon größten Wert gelegt: besten Service. Auch der hat sich in den vergangenen 90 Jahren stetig verändert, wurde immer wieder aufs Neue an die Erwartungen der Kunden angepasst. Mehr zu diesem spannenden Thema lesen Sie hier.

Das Wirgefühl der Sechzigerjahre gibt es auch heute noch

Europcar Stationen waren schon immer auch Orte der Begegnung zwischen Menschen

Eine Europcar Station ist nicht nur der Ort, an dem die Kunden ihren Schlüssel entgegennehmen, sondern ein echter Treffpunkt, das liegt in der DNA des Unternehmens, das 1927 als Verein gegründet worden war. Noch in den frühen Sechzigerjahren, erinnert sich Erich Braun-Egidius, damals Betriebsleiter am Hamburger Mittelweg, haben die Kunden, wenn sie die Station am Mittelweg aufsuchten, vom Europcar Vorgänger Selbstfahrer Union als „Wir“ geredet: „Sie verstanden sich als Teil des Unternehmens, waren teilweise langjährige Mitglieder des Vereins und hatten dadurch auch finanzielle Vorteile.“


Die Nähe von Kunde und Unternehmen macht Europcar bis heute aus, betont auch Hans-Jürgen Kronenberg, Director Operations: „Europcar ist die Marke der Transparenz, der Nähe und des persönlichen Kontaktes und Services. Viele unserer Kunden unterhalten intensive persönliche Beziehungen zu den Stationen, kennen die Mitarbeiter dort sehr gut und freuen sich, wenn sie auch persönlich angesprochen werden.“ 

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